Update: Große Teile des Ölfilms entfernt
6. November 2024
Die Maßnahmen am Hullerner Stausee haben den gewünschten Erfolg gebracht. Am Dienstag hat die Fachgruppe Ölschaden des Technischen Hilfswerks (THW) aus Essen festgestellt, dass es keine zusammenhängenden Ölflächen mehr gibt. Insgesamt sind nach Schätzungen der Fachleute etwa 80 Prozent des Heizöls von den Öltüchern aufgesogen worden. Sie haben den Beteiligten vor Ort bestätigt, dass die in den letzten Tagen ergriffenen Maßnahmen vollends effektiv waren und die Ausbreitung des Heizöl-Films bestmöglich verhindert worden ist.
Die Drohnen-Einheit der DLRG Haltern am See hat durch ihre Begleitung der Maßnahmen aus der Luft dafür gesorgt, dass gerade durch den Vergleich der Bilder von den unterschiedlichen Einsatztagen das Ausmaß des Schadens und die Eindämmung gut sichtbar geworden sind.
Gute Nachrichten gibt es auch aus dem Labor: Die Ergebnisse der Wasserproben sind bislang unauffällig. Die GELSENWASSER AG wird auch in den nächsten Tagen regelmäßig Proben nehmen und analysieren. Eine Gefährdung des Trinkwassers konnte bislang ausgeschlossen werden.
Der Kreis Coesfeld hat in dieser Woche Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet wegen des Verdachts einer Straftat gegen die Umwelt. Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.
Am Hullerner Stausee sind die ersten Sperren zurückgebaut worden. Die Fachgruppe Ölschaden des THW hat unter umfangreichen Schutzvorkehrungen die vollgesogenen Absorber-Matten aus dem See geholt und in Big Packs gesichert. Ein Fachunternehmen hat das Material abtransportiert und zur Entsorgung gebracht. Es hat außerdem an der Oberfläche schwimmendes Laub und anderes Treibgut abgesaugt.
Zwei feste Ölsperren bleiben noch bestehen, außerdem wurde neues Absorber-Material ausgelegt, um Heizöl, das noch aus den Böschungen oder durch Wind und Regen ausgespült werden könnte, abzufangen. Eine weitere Sperre ohne Absorber sorgt außerdem dafür, dass am Stever-Zulauf an der Oberfläche schwimmendes Material gesammelt wird.
An der Schadensstelle müssen in den nächsten Tagen noch Sanierungsarbeiten vorgenommen werden. Damit durch diese Arbeiten kein weiteres Heizöl in die Stever und die Stauseen gelangen kann, wird am Zulauf eine zusätzliche Sicherheitssperre installiert.
THW und Feuerwehr halfen beim Entfernen des Ölfilms auf dem Hullerner Stausee. Update: Erste Maßnahmen zeigen Erfolg
Update 4. November 2024
In der letzten Woche wurden auf der Stever und dem durch die Stever gespeisten Hullerner Stausee ein Ölfilm festgestellt (siehe unten). Inzwischen steht fest, dass es sich dabei um Heizöl handelt. Die Ölsperren, mit denen eine Ausbreitung verhindert werden sollte, haben den gewünschten Erfolg gebracht. Auch der Verursacher scheint gefunden zu sein.
Die Kreise Coesfeld und Recklinghausen und die GELSENWASSER AG haben heute das weitere Vorgehen verabredet. Der Kreis Coesfeld wird Strafanzeige gegen den vermeintlichen Verursacher erstatten. Das Umweltamt des Kreises Recklinghausen und die GELSENWASSER AG prüfen in der Zwischenzeit, welche Maßnahmen ergriffen werden können, um den Ölfilm vom Hullerner Stausee zu entfernen. Die Gewässer werden weiterhin engmaschig überwacht.
Als erste Maßnahmen hatten die Feuerwehren an mehreren Stellen Ölsperren errichtet, um die weitere Ausbreitung des Ölfilms zu verhindern und ein Überlaufen in den Halterner Stausee zu verhindern. Gelsenwasser hat das Wehrsystem im Talsperrenbereich so eingestellt, dass die Ölverunreinigung aus der Stever das Wasserwerksgelände nicht erreichen kann.
Für die Bevölkerung gilt nach wie vor, dass das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern weiterhin wie gewohnt ohne Einschränkungen zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Babynahrung und für alle anderen Zwecke im Haushalt verwendet werden kann. Im Wasserwerk Haltern gibt es einen mehrwöchigen natürlichen Aufbereitungsprozess des Talsperrenwassers. Es wird durch die Halterner Sande bis in den Grundwasserleiter versickert und dann weiter aufbereitet. Das Trinkwasser, das jetzt und in den kommenden Wochen verteilt wird, ist dem Talsperrensystem also schon vor mehreren Wochen entnommen worden.
Spaziergänger mit Hunden sollten darauf achten, dass ihre Tiere nicht in dem Gewässer baden und auch nicht aus der Stever trinken.
Ölfilm auf Stever und Hullerner Stausee festgestellt
31. Oktober 2024
In den Abendstunden des 30. Oktober 2024 wurde der Rufbereitschaft der Unteren Umweltbehörde des Kreises Coesfeld ein Ölfilm auf der Stever und dem durch die Stever gespeisten Hullerner Stausee gemeldet. In der noch am Abend erfolgten Ortsbegehung konnte festgestellt werden, dass die Gewässer teilweise mit einem öligen Film überzogen sind. Wegen der Strömung ist der Ölfilm von der Stever auch in den angrenzenden Hullerner Stausee (Kreis Recklinghausen) geflossen.
Die beiden Kreise und die GELSENWASSER AG haben in enger Abstimmung die notwendigen Gegenmaßnahmen eingeleitet. Durch die Feuerwehren wurden an mehreren Stellen Ölsperren errichtet, um die weitere Ausbreitung des Ölfilms zu verhindern und ein Überlaufen in den Halterner Stausee zu verhindern. Gelsenwasser hat das Wehrsystem im Talsperrenbereich jetzt zunächst so eingestellt, dass die Ölverunreinigung aus der Stever das Wasserwerksgelände nicht erreichen kann.
Trinkwasser kann wie gewohnt verwendet werden
Durch das schnelle Handeln konnte eine potenzielle Gefährdung des Trinkwassers in der Zukunft verhindert werden. Die Fachleute der GELSENWASSER AG geben Entwarnung: Das Trinkwasser aus dem Wasserwerk Haltern kann weiterhin wie gewohnt ohne Einschränkungen zum Trinken, zum Kochen, zur Zubereitung von Babynahrung und für alle anderen Zwecke im Haushalt verwendet werden.
Im Wasserwerk Haltern gibt es einen mehrwöchigen natürlichen Aufbereitungsprozess des Talsperrenwassers. Es wird durch die Halterner Sande bis in den Grundwasserleiter versickert und dann weiter aufbereitet. Das Trinkwasser, das jetzt und in den kommenden Wochen verteilt wird, ist dem Talsperrensystem also schon vor mehreren Wochen entnommen worden.
Spaziergänger mit Hunden sollten darauf achten, dass ihre Tiere nicht in dem Gewässer baden und auch nicht aus der Stever trinken.

So geht es weiter
Eine Fachfirma hat damit begonnen, den Ölfilm abzusaugen. Diese Arbeiten werden mehrere Tage dauern. Vor Ort bekommen die Umwelt-Fachleute Unterstützung von der Drohnen-Einheit der DLRG, die mit Aufnahmen aus der Luft die Ausbreitung des Ölfilms und den Erfolg der ergriffenen Maßnahmen kontrollieren.
Die Gewässer werden in den nächsten Tagen engmaschig überwacht. Dazu werden unter anderem an verschiedenen Stellen Proben genommen. Die Abteilung Umwelt des Kreises Coesfeld sucht währenddessen die Verunreinigungsquelle, um eine weitere Einbringung in die Gewässer zu unterbinden. Offen ist derzeit sowohl der Ursprung der Verunreinigung als auch, um welchen Stoff es sich handelt.
In der kommenden Woche werden alle Beteiligten analysieren, ob die Maßnahmen die gewünschten Erfolge erzielt haben oder ob weitere Maßnahmen erforderlich sind.
Ansprechpartner für Medien

Heidrun Becker
Leiterin Presse & Medien
Pressesprecherin

André Ziegert
Presse & Medien